Hommage für Georges Brassens (23.8.21)

Nach längere Zwangspause durch die Pandemie wagten sich Jean Faure und sein Begleiter-Quintett wieder an die Öffentlichkeit und boten im Beueler Pantheon einen Abend zu ehren von Georges Brassens, dessen 100. Geburtstag bald auf dem Kalender steht.

Aber wie man Faure kennt, beschränkte er sich keineswegs auf diesen einen französischen Chansonnier sondern zeigte ihn auch im Spiegel seiner Zeitgenossen und Vorbilder wie etwa Charles Trenet oder Jacques Brel.

 

Dabei wurde sehr bald der fundamentale Unterschied zwischen der Szene in Frankreich und den deutschen „Liedermachern“ deutlich, versteht man es doch in unserem westlichen Nachbarland, wesentlich eleganter mit vielerlei Aspekten des Daseins umzugehen und auch Dinge eher locker an- und auszusprechen, die bei uns lange Zeit hindurch ausgespart wurden und werden.

 

Vor allem aber ist es die so charakteristische Art der musikalischen Aneignung, die das französische Chanson so einzigartig macht, und hier bekam man sie auf höchst authentische Weise serviert: neben Faure, der den nonchalanten Ton seiner großen Kollegen sehr gut „drauf“ hat, zeigten sich auch seine Mitstreiter in bester Form wie etwa Hedayet Djeddikar am Flügel, der sich auch sonst als idealer Liedbegleiter beweist, oder der auf so vielen Instrumenten versierte Matthias Höhn.

 

Die zahlreichen Zuhörer feierten diese Crew und ihren Chef mit stürmischen Ovationen.

Günther Duvenbeck (Bonner Musikkalender)

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